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Chair of Finance - Prof. Dr. Ulrich Pape - ESCP Europe Campus Berlin

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"Berechnung des Credit Spreads"

Der Credit Spread kann mit zwei unterschiedlichen Verfahren berechnet werden. Beim Einzeltitelvergleich wird er als Renditedifferenz zweier Anleihen bestimmt. Verwendet man Zinsstrukturkurven, ergibt sich der Credit Spread als Differenz zweier Spot Rates. Der vorliegende Beitrag stellt die verschiedenen Methoden zur Berechnung des Credit Spreads vor, diskutiert diese kritisch und gibt Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Anwendungsszenarien.

Berechnung des Credit Spreads

 

Die Berechnung von Credit Spreads durch den Vergleich laufzeitkongruenter Titel ohne Anpassung der Kuponzahlungen ist nach Ansicht der Verfasser abzulehnen, da die Credit Spreads ansonsten vom Zinsniveau abhängig wären. Für einzelne Anleihen sollten Credit Spreads deshalb als Renditedifferenz zu einem Referenzindex bestimmt werden, der hinsichtlich Restlaufzeit und Kupon angepasst werden kann. Zur Ermittlung von Credit-Spread-Zeitreihen konstanter Restlaufzeit sollte auf Strukturkurvenansätze zurückgegriffen werden. Nur bei simultaner Schätzung aller Spot-Rate-Kurven können realistische Kurvenverläufe ermittelt werden.

Pape, Ulrich/ Schlecker, Matthias: Berechnung des Credit Spreads. In: Finanz Betrieb, 10. Jg., 2008, S. 658-665.

Download: Berechnung des Credit Spreads