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Der MEB vor der Stadtrundfahrt

Vor dem Brandeburger Tor

Friday 21 September 2012

Big in Berlin - Studieneröffnung des Master in European Business 2012

Der Dozent blickt leicht verwirrt auf sein Kunstwerk aus Zahlen und mathematischen Zeichen. Eben noch hatte er die Aufgabe als kleine Übung an die Studierenden im Mathematik-Vorkurs freigegeben, doch seit zwanzig Minuten rührt sich niemand mehr im Seminarraum. Warum kommt niemand auf die richtige Lösung? Ist an der beständigen Schwarzmalerei, dass die „heutige Jugend“ ja nicht einmal mehr die Grundrechenarten beherrscht, tatsächlich etwas dran?

Der einwöchige Mathematik-Vorkurs ist sozusagen der Prolog zum diesjährigen Master of European Business. 25 Studierende nahm der Campus Berlin der ESCP Europe am 3. September in Empfang, alle in gespannter Erwartung was sie wohl erwarten wird hier in Berlin-Charlottenburg. Die erste Hürde war genommen, neben eben diesem Mathematikkurs galt es, die Seminarräume der ersten Veranstaltungen zu finden, um etwa zur offiziellen Studieneröffnung pünktlich zu erscheinen. Das Zurechtfinden ist nicht immer einfach in unserem historischen Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert  mit den drei miteinander verbundenen Häusern – jeder, der hier sein Studium begonnen hat, kann ein Lied davon singen. Aber Dank auskunftsfreudiger Mitarbeiter findet sich jeder schnell zurecht nach einigen Tagen.

Was für unser Campusgebäude gilt, gilt erst recht für die Stadt, in der wir uns befinden: Berlin. Uns Deutschen sagt man ja immer ein Übermaß an Ordnung und Organisation nach, für unsere Hauptstadt gilt dies allerdings nicht ohne gewisse Einschränkungen. Durch ihre einzigartige Geschichte herrscht in Berlin ein immerwährendes, sympathisches Chaos,  so fasst es unsere Stadtführerin, waschechte Ost-Berlinerin, auf der obligatorischen Stadtrundfahrt zusammen, die wir mit unseren MEB Studierenden am Tage der Studieneröffnung durchgeführt haben: Berliner Flughafen: doof. Berliner Verkehr: doof. Zu viele Touristen in Berlin: doof. Einzig die Currywurst bleibt dem Berliner heilig: selten wird bei einer Gelegenheit auf so viele Currywurstbuden hingewiesen.

So geriet die Stadtrundfahrt zu einem höchst amüsanten Event, und auch das gemeinsame Pizzaessen beim „Italiener um die Ecke“ trug dazu bei, dass sich die Studierenden untereinander kennen lernen konnten. Ein Semester Management, Karriereentwicklung und Company Consulting in Berlin (und ganz Deutschland) liegt vor den Studierenden und wir freuen uns über jeden einzelnen, der seinen Weg in unser Programm gefunden hat.

„Ich glaube, die Aufgabe lässt sich nicht lösen,“ dringt eine schwache Stimme vorsichtig aus dem Plenum. Der Verfasser der Aufgabe, der die letzten fünfzehn Minuten der Pause in seinem Büro ebenfalls erfolglos damit verbracht hat, das mathematische Problem zu lösen, wischt die Bedenken mit einer jovialen Geste vom Tisch: „Stimmt. Das ist genau die richtige Antwort. Ich wollte nur mal sehen, wie belastbar Sie alle sind.“ Mit einem Lächeln fährt er fort: „Mein Fehler. An dieser Stelle muss eine „1“ statt einer „-1“ stehen. So war die Aufgabe nicht lösbar“.

Wir wünschen allen Studierenden im MEB 2012/2013 viel Erfolg und hoffentlich nicht mehr allzu viele unlösbare Aufgaben!

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