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start@Europe Seminar der ESCP Europe und der ENA im Europäischen Parlament in Straßburg

Friday 07 September 2012

Erfolgreicher Auftakt des diesjährigen Studiengangs „Master in Management“

Am vergangenen Montag, 3. September 2012, diskutierten Studierenden des Master in Management-Programms zum Auftakt des insgesamt dreitägigen „start@Europe Seminars“ der Wirtschaftshochschule ESCP Europe sowie der französischen Verwaltungshochschule ENA mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, sowie mit Repräsentanten der Europäischen Zentralbank über einen Ausweg aus der aktuellen Krise der Eurozone.

Zu Beginn erläuterte Bundesminister Wolfgang Schäuble in einem fast halbstündigen Impulsreferat den Studierenden seine Standpunkte. Er wies dabei vor allem darauf hin, dass das Vertrauen in die Märkte wiederhergestellt werden müsse. Es gebe nach wie vor keine Alternative zur europäischen Integration, so Schäuble. Auf den Punkt gebracht bedeute dies: „We lose together and we win together“. Ein wichtiger Schritt zur Lösung der Krise sei, dass man neue supranationale Strukturen etabliere – dies sei der nächste logische Schritt im Rahmen der europäischen Integration. Zugleich müsse die demokratische Legitimität in Europa erhöht werden, womit auch der Transfer von nationalen Kompetenzen auf die europäische Ebene und somit Änderungen der europäischen Verträge einhergingen.

Auf die Frage eines Studierenden der ESCP Europe hin, wie er die Lage in Griechenland einschätze, wies Schäuble auf die zwei Hilfspakte hin, die man Griechenland zur Verfügung gestellt habe, dass zweite Ende 2011 in Höhe von 200 Milliarden Euro. Er erkannte an, dass die Anstrengungen, die man damit einhergehend Griechenland auferlegt habe, sehr schwer seien – Es müsse seine Ausgaben um 12 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren verringern. Aber dies sei unvermeidbar, denn wenn Griechenland eine gewisse Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangen wolle, müssten größere strukturelle Reformen durchgeführt werden, so Schäuble.

 
An der Debatte nahm auch Gabriel Glöckler, stellvertretender Abteilungsleiter der EU Institutionen-Abteilung in der Generaldirektion Internationale und Europäische Beziehungen der Europäischen Zentralbank (EZB) teil. Glöckler unterstrich das Engagement und den Beitrag der EZB zur Lösung der aktuellen Krise beizutragen, betonte aber auch die Grenzen der EZB in diesem Zusammenhang – Diese könne nicht alles an Stelle der Mitgliedsstaaten lösen, wie etwa die Konsolidierung der Haushaltung, Stabilisierung des Finanzsektors und strukturelle Reformen für mehr Wachstum.
 

Prof. Dr. Didier Marteau, Professor für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften an der ESCP Europe, wies darauf hin, dass seiner Ansicht nach die Krise von 2007-2008 vor allem eine Krise der moralischen Willkür sei – Diese könne definiert werden als Suche nach dem individuellen Vorteil zum Nachteil des kollektive Interesses.

 

Prof. Dr. Pascal Morand, der bisherige Generaldirektor der ESCP Europe, der in diesen Tagen sein Mandat an seinen Nachfolger Prof. Dr. Edouard Husson übergibt, unterstrich, dass es Priorität sein solle, dass die Wettbewerbsfähigkeit der EU trotzt gravierender Unterschiede zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten erhalten bleiben müsse.


Prof. Dr. Marion Festing, Rektorin des Berliner Campus der der ESCP Europe beurteilte die Debatte als spannend und lehrreich: „Unsere Studierenden erleben hier live, was Europa und europäische Integration bedeutet! Die Stimmung im Plenarsaal – 800 Studierende, die selber bald an der Spitze der deutschen und europäischen Wirtschaft mitwirken werden, kamen hier direkt in Kontakt mit den Entscheidungsträgern von heute. Genau so wird von Anfang an ein allumfassender Blick auf das heutige Geschehen und Funktionieren der Märkte und somit der europäische Gedanke in ihren Köpfen verankert. Ein wichtiger Faktor, um in Zukunft eine verantwortungsvolle und nicht nur an dem eigenen Profit orientierte Managementkultur zu etablieren!“
 
Für weitere Information und Fragen wenden Sie sich bitte an

 
Pressekontakt ESCP Europe:

ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin
Leiterin Kommunikation
Christiane Ahumada
Heubnerweg 8-10, 14059 Berlin
Fon: +49 30 32 007-145
cahumada@escpeurope.eu
www.escpeurope.de

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