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Monday 31 May 2010

Erste binationale Promotion an der ESCP Europe Business School

• Judith Eidems erhält sowohl den französischen als auch deutschen Doktortitel
• Kooperation zwischen ESCP Europe in Berlin und Paris sowie der Universität Paris Ouest Nanterre La Défense

Am 28. Mai 2010 fand das erste Cotutelle-Verfahren (binationales Promotionsverfahren) an der ESCP Europe in Berlin statt. Es ist eine Kooperation der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin und der ESCP Europe Paris mit dem Graduiertenkolleg EOS (Economie Organisations et Société) der Universität Paris Ouest Nanterre La Défense, dessen Mitglied der Pariser ESCP Europe Campus ist.

Das Cotutelle-Verfahren bietet den Doktoranden die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Anbindung an beide beteiligten Länder sicherzustellen.  Binational ist das Verfahren vor allem im Hinblick auf die Betreuung der Dissertation, Arbeitsaufenthalte im Rahmen der Anfertigung der Arbeit an den beteiligten Hochschulen sowie die Mitwirkung auswärtiger Betreuer auch im abschließenden Promotionsverfahren.

Thema der Dissertation von Judith Eidems ist "Globale Standardisierung und lokale Anpassung im internationalen Personalmanagement - Eine theoretische und empirische Analyse auf Basis der Dynamic Capabilities Perspektive". Diese Arbeit wurde auf deutscher Seite von Prof. Dr. Marion Festing, Leiterin des Lehrstuhls für Personalmanagement und Interkulturelle Führung an der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin, und auf französischer Seite von Prof. Dr. Loic Cadin, Professor für Personalmanagement am Pariser Campus der Hochschule, betreut.

Bereits seit ihrer Jugend ist Judith Eidems eng mit Frankreich verbunden. So entschloss sie sich während ihres Soziologie-Studiums an der Universität Trier auch zu Studienaufenthalten in Montpellier und Toulouse. „Ich habe gezielt nach einem Promotionsstudium gesucht, das mir die Möglichkeit bietet, international zu forschen und beruflich tätig zu sein. Ferner ist es mein Anliegen, die binationale akademische Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern. Ich hoffe, dass mir weitere binationale Doktoranden folgen werden“, so Judith Eidems, die als Senior Human Resources Professional bei dem internationalen Marktforschungsinstitut TNS Infratest in München tätig ist.   

„Dieses erste binationale Promotionsverfahren an der ESCP Europe unterstreicht unsere europäische Identität. Es ist ein Qualitätssiegel für akademische Exzellenz“, sagte Prof. Dr. Marion Festing während der Verleihungszeremonie. Auch Prof. Dr. Loic Cadin bestätigt: „Eine Ko-Betreuung bezieht per Definition verschiedene Institutionen mit ein und bedarf einer besonderen Organisation. Den gesamten Prozessverlauf hat das Graduiertenkolleg EOS der Universität Paris Ouest Nanterre La Défense hervorragend unterstützt. Wir mussten ein Disputationsprotokoll entwickeln, das sowohl deutschem als auch französischem Recht entspricht. Dies war eine besondere Herausforderung und gleichzeitig eine praktische Übung im Bereich des Internationalen Personalmanagements.“

Judith Eidems ist Stipendiatin der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH). Die DFH ist ein Verbund von Mitgliedshochschulen aus Deutschland und Frankreich. Sie ist eine völkerrechtliche Einrichtung und wurde 1997 durch ein Regierungsabkommen gegründet ("Abkommen von Weimar"). Die DFH verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Hochschul- und Forschungsbereich zu stärken. Sie fördert deshalb die Beziehungen und den Austausch zwischen deutschen und französischen Hochschulen unter anderem zur Sicherstellung von binationalen Studiengängen, Doktoranden- und Forschungsprogrammen.

Seit 2003 besitzt die ESCP Europe das Promotionsrecht und bietet ein Europäisches Promotionsstudium in Internationaler Betriebswirtschaftslehre an. Die ESCP Europe hat es sich zur Aufgabe gemacht dem akademischen Nachwuchs ein qualitativ hochwertiges Promotionsstudium anzubieten. Im Rahmen des Studiums soll eine exzellente Dissertation abgefasst und verteidigt werden, die zum Führen des akademischen Grades „Doktor der Wirtschaftswissenschaften“ (Dr. rer. pol.) berechtigt.

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