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Claudia Kelz, Director of Customer Relations, trendence Institut Berlin

Thursday 24 November 2011

Interview mit Claudia Kelz, Director of Customer Relations, trendence Institut Berlin, zum Thema „High potentials – right potentials – your potentials“

Auf der jüngsten HR-Lounge der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin haben Sie vor internationalen Unternehmen einen Vortrag zum Thema „High potentials – right potentials – your potentials“ gehalten. Welche Vorstellungen haben europäische High Potentials heute von ihrem Wunscharbeitgeber?

Claudia Kelz: So pauschal lässt sich das kaum sagen. Trotz der Internationalisierung des Arbeitsmarkts und der europäischen Integration unterscheiden sich die Präferenzen europäischer Hochschulabsolventen immer noch stark voneinander. Das gilt natürlich auch für die High Potentials. Bei der Arbeitgeberwahl zählen beispielsweise die Faktoren Work-Life-Balance und persönliche Weiterentwicklung in Deutschland stärker als in Frankreich. Auch die Vorstellungen von Gehalt und Wochenarbeitszeit variieren europaweit stark. So erwarten schweizerische, norwegische und dänische High Potentials eine deutlich höhere Bezahlung als ihre österreichischen, polnischen oder britischen Kommilitonen. Und während schwedische High Potentials bereit sind, mehr als 56 Stunden pro Woche am Arbeitsplatz zu verbringen, erwarten ihre finnischen, italienischen und polnischen Kollegen eine Wochenarbeitszeit von unter 44 Stunden.  

Wenn die Studierenden so unterschiedliche Erwartungen haben, wie sieht das Bild bei den Unternehmen aus? Suchen diese letztlich nicht alle den gleichen Typ Hochschulabsolvent?

Claudia Kelz: Gewisse Aspekte wie Noten, Praktika, Auslandsaufenthalte oder Teamfähigkeit spielen natürlich für fast alle Unternehmen eine wichtige Rolle. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kommt es aber in einem zweiten Schritt auf die richtige Passung zwischen Bewerber und Unternehmen an. Daher hat sich heute neben dem Begriff „High Potentials“ der Begriff „Right Potentials“ etabliert, der ja auch Thema meines Vortrags war. Denn vor der Anstel-lung gilt es für beide Seiten zu klären, ob etwa die Vorstellungen von den Arbeits¬zeiten, den Aufstiegschancen oder der Unternehmenskultur übereinstimmen. Nur, wenn dies der Fall ist, wird ein Mitarbeiter auch langfristig im Unternehmen bleiben. 

An Ihren Befragungen nehmen regelmäßig auch Absolventen der ESCP Europe teil. Mit welchem Ergebnis?

Claudia Kelz:
Die Studierenden der ESCP Europe sind besonders international orientiert und bringen häufig bereits erste Berufserfahrungen mit. Das erklärt, warum viele Unternehmen sich um sie bemühen. Ein Punkt, der natürlich auch mit der Qualität der Hochschule zusammenhängt. Die Studierenden der ESCP Europe sind besonders zufrieden mit der Qualität der Professoren und Dozenten. Auch in weiteren Bereichen stellen sie ihrer Hochschule gute Noten aus, zum Beispiel bei der Betreuung und bei der Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaft.

Weitere Infos unter www.escpeurope.de/corporate-relations

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